So versteckt kommunizieren Stromanbieter teure Preisanpassungen

(djd). Erhöht der Stromanbieter die Preise, ist er gesetzlich dazu verpflichtet, seine Kunden mindestens sechs Wochen zuvor über die Preisanpassung zu informieren. Viele Anbieter versuchen allerdings, die Preiserhöhungen versteckt zu kommunizieren, Verbraucher können auf diese Weise in eine Kostenfalle tappen. Vor allem zum Jahreswechsel und nach Ablauf der vertraglich festgelegten Preisgarantie kommt es vermehrt zu Preiserhöhungen. Aus diesem Grund sollten Stromkunden jede Mitteilung ihres Versorgers genau lesen, um sich nicht im Nachhinein über teure Mehrkosten zu wundern.

 

Oftmals müssen sich Verbraucher durch lange Schreiben kämpfen, um die Information über eine Preisanpassung zu finden.
Oftmals müssen sich Verbraucher durch lange Schreiben kämpfen, um die Information über eine Preisanpassung zu finden.
Foto: djd/cheapenergy24/Paolese – stock.adobe.com

 

Gut versteckte Informationen

Die Mitteilung zur Preisanpassung kann die Verbraucher dabei über verschiedene Kommunikationswege erreichen – via Brief, E-Mail oder als Dokument im Online-Kundenportal. „Die Versorger sind zwar dazu verpflichtet, die Preisänderungen ihren Kunden transparent mitzuteilen. In der Realität muss man als Kunde aber oftmals genau hinschauen, um die Informationen zur Preisanpassung auch wirklich zu entdecken“, erklärt Tilo Vieten vom Wechselassistent cheapenergy24. In mehrseitigen Schreiben, häufig als Werbebrief getarnt, wird die Preisanpassung in einem einzigen Satz erwähnt – und von den Verbrauchern leicht übersehen. Oder Stromkunden werden per E-Mail über ein neues Dokument im Kundenportal informiert. „Auch dieses Schreiben beinhaltet in der Regel einen mehrseitigen Text, durch den man sich durchkämpfen muss, um die Informationen über die Preisanpassung zu finden“, so Vieten weiter.

 

Einige Energieversorger locken mit günstigen Erstjahrestarifen und erhöhen nach dem Ablauf der Preisgarantie ihre Preise um bis zu dreißig Prozent. Aber auch diese Preisanpassungen müssen den Kunden spätestens sechs Wochen vor Inkrafttreten der Änderung kommuniziert werden.
Einige Energieversorger locken mit günstigen Erstjahrestarifen und erhöhen nach dem Ablauf der Preisgarantie ihre Preise um bis zu dreißig Prozent. Aber auch diese Preisanpassungen müssen den Kunden spätestens sechs Wochen vor Inkrafttreten der Änderung kommuniziert werden.
Foto: djd/cheapenergy24/moquai86 – stock.adobe.com

 

Sonderkündigungsrecht nach Preiserhöhung

Alle Mitteilungen des Versorgers sollten deshalb zu jeder Zeit von den Verbrauchern sorgfältig gelesen werden, rät Energieexperte Vieten. Falls eine Preisanpassung stattfindet, haben Verbraucher ein Sonderkündigungsrecht. Sie können ihrem Versorger bis zum Zeitpunkt der Anpassung kündigen, selbst wenn die Vertragslaufzeit noch nicht vorbei ist. In diesem Fall sollte man den Tarif unbedingt prüfen und gegebenenfalls einen Wechsel vornehmen. Wem ein solcher Wechsel in Eigenregie zu aufwändig erscheint, kann damit auch sogenannte Wechselhelfer wie cheapenergy24 beauftragen. Der digitale Wechselassistent für Strom- und Gastarife optimiert jährlich die Tarife seiner Kunden und übernimmt in diesem Zusammenhang die gesamte Vertragsorganisation.

 

Falls eine Preisanpassung stattfindet, haben Verbraucher ein Sonderkündigungsrecht. Sie können ihrem Versorger bis zum Zeitpunkt der Anpassung kündigen, selbst wenn die Vertragslaufzeit noch nicht vorbei ist.
Falls eine Preisanpassung stattfindet, haben Verbraucher ein Sonderkündigungsrecht. Sie können ihrem Versorger bis zum Zeitpunkt der Anpassung kündigen, selbst wenn die Vertragslaufzeit noch nicht vorbei ist.
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