Mit kleinem Budget gezielt zum Finanzpolster

Mit dem Beginn des Studiums gehen für Studenten zwangsläufig größere Ausgaben einher. Dazu gehören Kosten für Wohnen und Transport, Bücher und Lebensmittel. Zugleich wird schon jungen Menschen dringend empfohlen, so früh wie nur möglich mit der Schaffung eines Finanzpolsters zu beginnen. Was auf den ersten Blick unvereinbar erscheint, ist durchaus möglich – mit ETF für Studenten.

 

ETF für Studenten
Mit dem Beginn des Studiums gehen für Studenten zwangsläufig größere Ausgaben einher. Dazu gehören Kosten für Wohnen und Transport, Bücher und Lebensmittel

 

ETF: Was sind börsengehandelte Indexfonds?

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Bei ETF oder „exchange traded funds“ handelt es sich um börsengehandelte Fonds. Die Produkte bilden die Wertentwicklung eines beliebigen Index ab, also eines Benchmarks, in dem Aktien, aber auch Anleihen, Rohstoffe oder Kryptowährungen gebündelt sein können. Neben Leitindizes wie dem DAX40 gibt es zunehmend Spezial-Indizes etwa auf Unternehmen, die nachhaltig sind, sich auf Hydrogen-Konzepte oder die Blockchain fokussieren.

Das Besondere an ETF ist, dass ein solcher Indexfonds algorithmisch an die Entwicklung des jeweiligen Index angepasst wird. Die Nutzung Künstlicher Intelligenz macht hoch bezahlte Fondsverwalter überflüssig – und senkt die Produktkosten. Je nachdem, wie groß und erfolgreich ein ETF bereits ist, sind jährliche Gesamtkosten von 0,15% bei Fonds auf den MSCI World oder den S&P500 durchaus möglich, Themen-ETF sind allerdings teurer.

  • Günstig vor allem für Sparpläne

Wie aktiv verwaltete Fonds auch, können Anleger ETF als einmalige Investition kaufen. Benötigt wird dazu nur ein Wertpapierdepot, das viele Direktbanken kostenfrei führen – für Studenten ohnehin zu nochmals besseren Konditionen. Ein Vorteil von Indexfonds ist, dass sie sich auch für Sparpläne nutzen lassen. Mit geringen monatlichen Raten gelingt langfristig beachtlicher Vermögensaufbau. Einige Banken erlauben Sparpläne bereits ab 25 Euro monatlich, bei manchen Neo-Brokern sind noch niedrigere Sparraten drin. 

  • Keine Vertragsbindung

Studenten, die sich um den Aufbau eines Finanzpolsters bemühen, schätzen an ETF vor allem, dass ein ETF-Sparplan nicht mit einer vertraglichen Bindung daherkommt. Einrichtung und Verwaltung nimmt man selbst vor, etwa über das elektronische Banking. Wenn es dann mal einen Monat lang knapp wird, kann man den Sparplan problemlos aussetzen und wieder aufnehmen, sobald die Kasse flüssiger ist. 

  • Zinseszins-Effekt mit thesaurierenden ETF

ETF für Studenten können schon über vier oder fünf Jahre beachtliche Renditen schaffen – und das um so mehr, wenn man sich für sogenannte thesaurierende Produkte entscheidet. In diesem Fall werden Dividenden, die bei manchen Wertpapieren im Index ausgeschüttet werden, wieder angelegt und schaffen einen regelrechten Zinseszins-Effekt. 

 

ETF für Studenten
Studenten, die sich um den Aufbau eines Finanzpolsters bemühen, schätzen an ETF vor allem, dass ein ETF-Sparplan nicht mit einer vertraglichen Bindung daherkommt

 

Auf Gebühren achten bei ETF für Studenten

Börsengehandelte Indexfonds gibt es in großer Auswahl – allein in Deutschland sind rund 1.800 ETF von namhaften Anbietern wie Amundi, Blackrock, Lyxor und vielen weiteren handelbar, oft zu günstigen Konditionen des Produkts. Um die selbst gesteckten Finanzziele zu erreichen, sollte allerdings auch die depotführende Bank oder der Broker günstig sein. Denn für jede Ausführung einer Sparrate können Orderkosten anfallen – das läppert sich, und es geht anders.

Mögliche Alternativen bieten spezielle Studenten-Depots, die ihren Nutzern besonders günstige Ordergebühren oder eine Anzahl von Free Trades anbieten – oder das Depot bei einem Neo-Broker. FinTechs mit innovativen Konzepten ermöglichen den Handel zum Nulltarif oder für einen symbolischen Euro.

Das können sie sich leisten, indem sie sich auf die Kooperation mit einer bestimmten Börse oder einem Handelssystem beschränken. Der Partner revanchiert sich für die Zuführung von Kunden mit einer Vergütung an den Broker, der so seinen Profit macht – ein Win-Win-Win, wenn man so will.

 

ETF für Studenten
Finanzstrategien mit ETF sind selbst mit niedrigen Sparraten für Studierende sinnvoll, denn während der Dauer des Studiums kommen einige hundert oder tausend Euro zusammen

 

Absicherung mit ETF: Für Studenten durchaus sinnvoll

Finanzstrategien mit ETF sind selbst mit niedrigen Sparraten für Studierende sinnvoll, denn während der Dauer des Studiums kommen einige hundert oder tausend Euro zusammen. Und die werden über kurz oder lang benötigt. Sicherlich nicht als Fundament für die Absicherung im Alter, aber beispielsweise, wenn Ausgaben für Exkursionen anfallen oder wenn eine wichtige Abschlussarbeit in mehreren Exemplaren gedruckt und gebunden werden muss, bevor sie den Prüfern übergeben wird. Im Stress der letzten Semester kann das Finanzpolster unter anderem auch die Hilfe eines qualifizierten Ghostwriters für eine Bachelorarbeit kaufen** und so die Belastung reduzieren und gleichzeitig dazu beitragen, die erhoffte Benotung zu garantieren. (bgb)

 

ETF für Studenten
Börsengehandelte Indexfonds gibt es in großer Auswahl – allein in Deutschland sind rund 1.800 ETF von namhaften Anbietern