Kontaktlos zahlen per Smartphone oder Karte – das sollten Verbraucher wissen

 

(djd). Die Frühstücksbrötchen beim Bäcker mit abgezählten Euro- und Cent-Münzen bezahlen? Darauf verzichten viele heute ganz bewusst – und zücken stattdessen selbst bei kleineren Beträgen das Smartphone oder ihre Bankkarte. Eine Studie der Europäischen Zentralbank zeigt, dass 40 Prozent der Befragten seit Beginn der Pandemie häufiger kontaktlose elektronische Zahlungsmethoden nutzen. Auch der Handel animiert die Kunden dazu, da es das Einkaufen schneller, bequemer und hygienischer macht. Das bekannte Symbol der „Kontaktlos-Wellen“ weist an vielen Eingängen von Geschäften und Supermärkten sowie direkt an der Kasse auf die Möglichkeit dazu hin. Worauf sollten Verbraucher achten, die seltener zu Geldscheinen und Münzen greifen wollen? Tipps zum kontaktlos zahlen:

 

Kontaktlos zahlen
Karten, die das Kontaktlos-Wellen-Symbol tragen, sind für das kontaktlose Bezahlen geeignet.
Foto: djd/Deutscher Sparkassenverlag/pixdeluxe

 

Bankkarte und Smartphone verknüpfen

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Bankkarten, die ebenfalls mit dem Symbol gekennzeichnet sind, eignen sich für das kontaktlose Zahlen. Dazu einfach die Karte vor oder auf das Lesegerät halten, ohne es zu berühren. Der Vorgang dauert nur wenige Sekunden, Zahlbeträge bis zu 50 Euro sind ohne Eingabe einer PIN möglich. Alternativ können Kunden auch ihr Smartphone zücken. Zur Freigabe der Bezahlung dienen dann der Gerätecode, der Fingerabdruck oder die Gesichtserkennung. Daher wird keine PIN abgefragt. Vorher ist es nötig, die Bankkarte mit dem Smartphone zu verknüpfen. Meist ist eine sogenannte Wallet-App, die als digitale Geldbörse dient, auf den Geräten schon vorinstalliert. Mehr Informationen zum Bezahlen gibt es in der kostenlosen Broschüre „Rund ums Girokonto“ vom Beratungsdienst Geld und Haushalt, telefonisch erhältlich unter 030 – 204 55 818 oder online auf www.geld-und-haushalt.de**. Viele Banken und Sparkassen bieten Apps, die das kontaktlose Zahlen mit dem Smartphone ermöglichen. Zudem lassen sich auch mehrere Karten in einer Wallet-App hinterlegen. Der Kunde wählt in diesem Fall bei jedem Bezahlvorgang die jeweilige Karte aus, mit der er zahlen möchte.

 

Ausgaben im Blick behalten

Beim kontaktlosen Zahlen wird allerdings die Kostenkontrolle noch wichtiger. „Wer Bargeld im Portemonnaie hat, sieht direkt, wie es mit jedem Kauf weniger wird. Beim Bezahlen mit Karte oder Smartphone werden die Ausgaben erst mit Blick auf den Kontostand offensichtlich“, unterstreicht Korina Dörr vom Beratungsdienst Geld und Haushalt. Sie empfiehlt, alle Ausgaben regelmäßig zu überprüfen – Apps, eine Excel-Liste oder ein klassisches Haushaltsbuch helfen dabei.

 

Verlust melden

Wer seine Karte ständig benutzt, sollte ein wachsames Auge darauf haben: Geht sie verloren, sollte sie direkt unter der Telefonnummer 116 116 gesperrt werden. Auch wenn das Smartphone abhandenkommt, kann man unter dieser Nummer die virtuelle Karte sperren lassen.

 

Kontaktlos zahlen
Mein Smartphone zahlt für mich: Die passende App und der eingebaute Chip machen es möglich.
Foto: djd/ djd/Deutscher Sparkassenverlag/mauritius images/Westend61/M. Fischinger

 

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Vom Frühstücksbrötchen bis zum Coffee to go: Selbst bei kleinen Beträgen zücken viele heute die Bankkarte oder das Smartphone, statt zum Bargeld zu greifen. Die Pandemie hat zu einem regelrechten Boom des kontaktlosen Bezahlens geführt, weil es den Einkauf bequemer, schneller und hygienischer macht. Das Symbol der „Kontaktlos-Wellen“ weist den Weg zu Geschäften, die den Service anbieten. Beim kontaktlosen Zahlen reicht es, die Bankkarte vor oder auf das Lesegerät zu halten, ohne PIN-Eingabe sind Beträge bis zu 50 Euro möglich. Zudem verfügen die meisten Smartphones heute über eine digitale Geldbörse in Form einer Wallet-App. Somit kann das Telefon das Portemonnaie ersetzen. Ein kostenloser Ratgeber rund ums Bezahlen im Alltag informiert über weitere Details.